Wieder täuschend echte Phishing-Mails unterwegs

So täuschend echt wie heute erreichte mich bislang noch keine Phishing Mail. Die Mail, die fast exakt so aussieht wie eine von PayPal gesendete Mail, ist die täuschendste Nachahmung, die mir bislang untergekommen ist. Es gilt also, besondere Vorsicht walten zu lassen. Hier beschreibe ich warum.

Kurzmeldungen 01

Alles prüfen, wirklich alles, was Ihnen einfällt

Bevor ich eine Mail öffne, prüfe ich grundsätzlich, ob auch alles so aussieht, wie ich es kenne. Ganz besonders bei E-Mails von Banken, Internet-Zahlungsanbietern oder offiziellen Absendern schaue nach verdächtigen Hinweisen. Im Fall der heutigen PayPal Mail fiel mir zuerst der Betreff auf: Aktualisierung ihrer SEPA-Umstellung. Das ist eine für mich seltsame Formulierung, weil eine Umstellung einmalig vorgenommen wird. Aktualisiert werden müssten meine SEPA-Daten, wenn schon.

PayPal Phishing Mail1

Ich benutze aus verschiedenen Gründen für bestimmte Zwecke einen Web-Mail Provider, damit ich von jedem Computer aus einfach auf meine Mails zugreifen kann. Da ich viel unterwegs bin, bot sich das als Alternative an. Das heutige PayPal Phishing Mail schlüpfte durch den Spam-Filter meines Providers, enthielt jedoch keine infizierten Anhänge.

Entwickeln Sie einen Blick für Details

Ich habe mir angewöhnt, vor dem Öffnen einer Mail den Mauszeiger langsam über die Absenderzeile zu führen. GMX zeigt mir dann die E-Mail Adresse an, und in den meisten Fällen ist dadurch eine Phishing-Mail enttarnt. Heute nicht, heute sah es genauso aus wie bei einer tatsächlich von PayPal gesendeten Mail. Daher entschloss ich mich, die Mail zu öffnen.

Der nächste Hinweis auf Phishing kam gleich nach dem Öffnen: „Wir benötigen Ihre Hilfe bei der Erstellung Ihrer IBAN“. Das kann nicht sein. Wenn eine Kontonummer hinterlegt ist, kann jede Bank die Umwandlung in eine IBAN vornehmen. So dumm ist keine Bank, dass sie meine Hilfe dazu braucht. Trotzdem, es sieht täuschend echt aus, und so mancher könnte sich davon blenden lassen.

Prüfen Sie auch die Wahrscheinlichkeit

Die SEPA-Umstellung ist schon eine Weile her, daher sollte jedem klar sein, dass Mails, die jetzt zu diesem Thema eintrudeln, höchstwahrscheinlich Phishing-Versuche sind. Aber diese Internet-Betrüger werden immer besser. Wer weiß mit welchem Trick die nächste Mail daherkommt. Solche Phishing-Mails scheinen für deren Verbreiter sehr viel Erfolg zu bringen, daher liegt es nahe, dass sie sich immer bessere Tricks einfallen lasen.

Prüfen Sie ganz besonders bei Mails von Ihrer Bank oder einem Zahlungsdienst im Internet, woher sie kommt. Klicken Sie nie auf Links in einer solchen Mail. Ich habe mir angewöhnt, grundsätzlich die URL von PayPal oder meiner Bank direkt einzugeben. Dann weiß ich, dass ich richtig bin. Wenn es etwas zu korrigieren gibt, weist mich die Bank auch im Portal darauf hin.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag!

Heiner
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Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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Über Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.

Kommentare

Wieder täuschend echte Phishing-Mails unterwegs — 1 Kommentar

  1. Lieber Herr Tenz,

    danke schön für die Sensibilisierung. Ich bin im Allgemeinen auch recht vorsichtig speziell bei Mails von Paypal und Banken. Doch da diese Phishing-Mails den echten Mails immer ähnlicher werden, kann man nicht vorsichtig genug sein.

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