Tweets planen mit Buffer

Buffer ist ein Werkzeug, welches dazu gedacht ist, automatisch zu vordefinierten Zeiten Beiträge in den Social Media zu veröffentlichen und die Wirkung dieser Beiträge zu analysieren. Es ist komplett nur auf diese beiden Funktionen spezialisiert. Das tut diesem Tool absolut gut, denn es bietet in diesem Bereich eine Vielzahl an Optionen, die ich hier kurz vorstellen möchte.

TweetsPlanenMitBuffer

Neben HootSuite ist Buffer für mich das wichtigste Werkzeug um meine Beiträge auf Twitter, meiner Facebook- und meiner Google+-Seite zu posten. Außer den genannten Social Media kann Buffer noch LinkedIn und App.net versorgen. Buffer ist somit eine meiner zentralen Stellen, wo ich Tweets und andere Beiträge vorbereiten kann.

Buffer_Networks

Buffers Stärken wirken erst in der Bezahl-Version

In der kostenlosen Version ist Buffer stark eingeschränkt. So weit ich mich zurückerinnere, sind es nur 10 Tweets, die Buffer in seinem Vorrat hält. Für manche mag das ausreichen. Wer jedoch alle wichtigen Social-Media-Kanäle versorgen möchte, sollte sich überlegen, ob 10 Dollar pro Monat bei Buffer vielleicht sinnvoll angelegt sind. Ich kann es mir ohne Buffer gar nicht mehr vorstellen.

Buffer ist leider komplett auf Englisch und, soweit ich weiß, gibt es noch keine Anpassung für Deutsch. Es lohnt sich also, sich mit den englischen Grundbegriffen vertraut zu machen, die überall im Social Media Bereich verwendet werden. Den meisten dürften diese Wörter inzwischen geläufig sein.

Den Veröffentlichungsplan einstellen

Bevor Buffer etwas twittert oder postet, muss ein Plan hinterlegt werden mit den Zeiten, zu denen die Beiträge veröffentlicht werden sollen. Jedes Netzwerk braucht einen eigenen Plan (engl. Schedule). Dieser Plan kann für alle Tage gleich sein, oder aber Sie stellen für jeden Tag einen eigenen Plan bereit.

Die Anzahl der Veröffentlichungszeiten ist so hoch wie die Anzahl der Minuten pro Tag. Theoretisch. Sinnvoll ist es natürlich, nur so viele Zeiten einzustellen, wie Sie posten möchten. Buffer ordnet Ihre Postings/Artikel/Tweets den Zeiten im Plan automatisch zu. Sie können die Reihenfolge nachträglich ändern, aber es kann kein Zeitpunkt ausgelassen werden.

Buffer_Schedule

Wenn Sie sich einmal die Mühe gemacht haben, zu analysieren, zu welchen Zeiten die meisten Ihrer Follower auf Twitter anzutreffen sind, können Sie nun die entsprechenden Zeiten eintragen. Wie Sie die besten Zeiten ermitteln können, habe ich in meinem Artikel Tweriod: Wie Sie die beste Zeit zum Twittern ermitteln beschrieben. So eingestellt entfaltet Buffer seine beste Wirkung.

Sie können das Zeitformat auf das bei uns übliche 24 Stunden-System einstellen. Vielleicht stellen Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich ein, bei welchen Ereignissen Sie von Buffer benachrichtigt werden wollen:

  • Empty Buffer
    Benachrichtigung, wenn alle Posts versendet sind.
  • Newsletter
    Wenn Sie den Buffer Newsletter abonnieren möchten.
  • Update Failures
    Wenn ein Beitrag sich aus irgendwelchen Gründen nicht abgeschickt werden konnte. Kommt selten vor, passiert aber.
  • Update Successes
    Wenn ein Beitrag erfolgreich abgeschickt wurde
  • Weekly Digests
    Eine wöchentliche Übersicht über die abgelaufenen Aktivitäten mit Analyse.
  • New Contributions
    Wenn Beiträge auf Freigabe warten, die von Kollegen eingereicht wurden (nur Business Version).
  • Buffer Blog
    Wenn Sie Englisch flüssig lesen können, empfehle ich diesen Punkt zu aktivieren. Buffer veröffentlicht wirklich gute Beiträge.

Posts und Tweets planen mit Buffer

Nachdem die Zeiten für die Veröffentlichungen eingestellt sind, können Sie noch die Verbindung zu Bit.ly einstellen, sofern Sie das möchten. Dazu brauchen Sie einen Bit.ly Account. Sie können aber auch den Linkverkürzer von Buffer einstellen. Buffer ermöglicht es auch, die Links durch Twitter kürzen zu lassen und rechnet automatisch die Anzahl Der noch verbleibenden Zeichen automatisch richtig aus.

Dann können Sie endlich den zu veröffentlichenden Content bereitstellen. Hierfür gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Manuell in Buffer eintragen.
  2. Über die Browser-Erweiterung.
  3. Per E-Mail.
  4. Per RSS-Feed (nur in der Bezahlversion).
  5. Vorschläge (Suggestions).

Manuell in Buffer eintragen

Hier tragen Sie den Text ein, wie Sie ihn bei Twitter, Facebook oder anderswo auch eintragen. Falls der Linkverkürzer eingeschaltet ist, wird ein Link sofort verkürzt. Es gibt auch die Möglichkeit, nachträglich die Linkverkürzung rückgängig zu machen. Den Linkverkürzer stellen Sie für jedes Netzwerk extra ein (Settings – Link Shortening). Bei jedem Beitrag können Sie die Netzwerke markieren, bei denen er veröffentlicht werden soll.

Buffer_Eingabefeld

Über das im Browser eingebundene Applet übertragen

Für Firefox und Chrome gibt es Add-ons, über die Sie interessante Webseiten direkt zu Buffer schicken können. Das geht direkt über das Icon.BuffIco

Ein weiterer Weg geht über das Tweet-Symbol, das inzwischen in den meisten Blogs vorzufinden ist. Hier erscheint ein zusätzlicher Button für Buffer.

Buffer_Tweet

Das ist mein Standard-Weg, wenn ich einen guten, teilenswerten Artikel finde.

Per E-Mail

Das habe ich zugegebenermaßen noch nicht benutzt, weil das mit dem Bowser Add-On für mich weitaus einfacher funktioniert. Für Smartphones und Tablets ist es jedoch eine gute Option. Sie bekommen eine kryptisch aussehende E-Mail Adresse von Buffer, an die Sie ihre Beiträge schicken können. Im Betreff (Subject) geben Sie den Text ein, der veröffentlicht werden soll und im Text die zugerörige URL (Link). Es gibt jedoch noch weitere Optionen. Hier ein Screenshot davon (per Klick vergrößern):
Buffer_E-Mail-Options

Per RSS-Feed

Eine weitere Möglichkeit, die jedoch nur zahlenden Nutzer offensteht, ist das direkte Einbinden von RSS-Feeds. Wenn Sie Ihren eigenen oder andere bevorzugte Blogs haben, deren Beiträge Sie immer wieder posten wollen, können Sie hier die Feed-Adresse eintragen. Buffer listet Ihnen die letzten zehn Artikel auf, die Sie dann ganz einfach über den eingestellten Veröffentlichungsplan posten lassen können.

Vorschläge (Suggestions)

Artikelvorschläge (leider ausschließlich englischsprachige), die Sie Ihrem Veröffentlichungsplan übergeben können. Die Auswahl ist normalerweise ganz brauchbar. Wer auch englisch twittert, kann sich die Vorschläge ja ab und an durchsehen. Vielleicht ist ja was dabei.

Analysen (Analytics)

Zu jedem veröffentlichten Beitrag speichert Buffer die Reaktionen Ihrer Follower. Bei Twitter sind das Favoriten, Retweets und Mentions. Sie können sich hier Ihre Populärsten Tweets herausfiltern und noch einmal posten. Weitere Filter sind Beiträge, die Bilder oder Links enthalten. Auch hier können Sie sich die populärsten anzeigen lassen und eventuell noch einmal einplanen.

Fazit

Wer eine Möglichkeit sucht, beim Surfen gefundene interessante Artikel zu den besten Zeiten zu twittern, sollte sich Buffer auf jeden Fall einmal näher anschauen und ausprobieren. Ich möchte es nicht mehr missen, es erspart mir sehr viel Zeit. Es lohnt sich auch, darüber nachzudenken, wie Buffer am effizientesten eingesetzt werden könnte. Mir fallen hier immer wieder neue Möglichkeiten ein, die ich dann gleich ausprobieren muss.

Ich kann Buffer nur empfehlen. Auch die Macher sind sehr sympatische Leute und immer bemüht, noch mehr aus Ihrem Portal herauszukitzeln.

 


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Heiner
Vernetzen

Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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