Tweetklau: Dreiste Methoden

Es ist leider gang und gäbe, die Leistungen anderer dafür zu benutzen, um damit einfach Geld und „Ruhm“ zu erlangen. Ob es um die Verteidigung des eigenen Copyrights geht, oder um das Klauen anderer Inhalte, die nicht unter das Etikett schützenswert fallen. Das Gesetz schützt häufig diejenigen, die ihren Einfluss geltend machen können.

Da kann einer ein Buch herausgeben, gefüllt mit Tweets, die sich andere ausgedacht hatten, ohne die Urheber nennen zu müssen. Das ist nach geltendem Recht vermutlich gesetzeskonform. Nichtsdestotrotz ist es ein äußerst fragwürdiges Unterfangen. Ich hoffe, dass dem Verlag und dem Autor kein finanzieller Erfolg beschieden sein wird.

Ein Manifest dreister Habgier?

Wenn ein Autor hergeht und einfach Tweets zu einem Buch formt, ist es erst einmal in Ordnung. Was ich allerdings erwarte, ist eine Nennung der Twitterer, egal, ob er mit Klarnamen oder anonym unterwegs ist.

Das gehört sich so und ist als gutes Benehmen in der Gesellschaft verankert. Das zu übergehen ist dreist und schlechter Stil. Aber wir wissen ja alle, dass, wenn es um Geld geht, meistens der gewinnt, der sich vordrängelt, andere zur Seite stößt und sich nicht an gesellschaftliche Übereinkommen hält.

Gesellschaftlicher Konsens im Sinne von „was man tut und was man nicht tut“ ist ein Instrument für die Mächtigen. Moral hilft, Menschen zu beherrschen. Das war schon immer so. Warum sollte sich also ein Verlag daran halten. Er muss Profit erwirtschaften, seine Inhaber, Aktionäre und Arbeitnehmer in Lohn und Brot halten.

Tweetklau ist an der Tagesordnung

Die Texte in Tweets bei Twitter sind nicht geschützt. Videos und Fotos allerdings schon. Das hält jedoch viele nicht davon ab, solche Inhalte als ihre eigenen auszugeben, indem sie einfach kopieren und den ursprünglichen Twitterer nicht nennen. Da gibt es immer wieder Wellen der Empörung, die nicht nur durch Twitter wogen.

Auf Amazon gibt es viele Buchbesprechungen, die sich über diese Veröffentlichung aufregen. Ich bin mir unsicher darüber, was es bewirken wird. Ich hoffe nur, dass die Leute bei so vielen, wenn auch negativen, Besprechungen nicht neugierig werden. Ich möchte jedenfalls dem Buch nicht zu viel, am besten keine Aufmerksamkeit gönnen.

Meinen besten Dank an @Moltroff, über dessen ReBlog ich vom aktuellen Fall erfahren habe, und der jetzt selbst einen empfehlenswerten Artikel dazu geschrieben hat: Gedankenhehlerei 2.0 – copy my day. Den Artikel von ND kannst Du hier lesen:

 


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Heiner
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Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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Über Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld – Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.


Kommentare

Tweetklau: Dreiste Methoden — 5 Kommentare

    • Das sehe ich auch so, ja. Ich halte es jedoch für unwahrscheinlich, dass Richter in dieser Richtung entscheiden werden. Die Konsequenzen für die Justiz wären unabsehbar. Wer soll über die vielen kleinen Nuancen entscheiden? Wie viele Verfahren wird es diesbezüglich geben? Unser Justizsystem ist jetzt schon überlastet.

      Edit/Nachsatz:
      Hab gegoogelt und auch etwas gefunden. Wenn Tweets außerhalb von Twitter verwendet werden, kann es wohl doch eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Siehe Artikel der Computerwoche vom April 2014: Auch Tweets sind geschützt – Vorsicht Urheberrecht! (http://ibmexperts.computerwoche.de/social-business/artikel/vorsicht-urheberrecht).

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