Locker über die 2000er Grenze kommen – #DTTipp 029

Viele haben es bemerkt und empfinden es als Bevormundung: Mehr als 2000 Tweeps zu folgen, ist bei Twitter nicht erlaubt, wenn der eigene Account weniger als 1820 Follower hat. Ist diese Grenze überschritten, darf ein Account immer nur 10% mehr Twitterern folgen, als er selbst Follower hat. Eine – wie ich finde – sinnvolle Einrichtung.

Entgegen der verbreiteten Ansicht bin ich der Meinung, es ist sehr einfach, drüber zu kommen. Es geht halt nicht so schnell, wie es viele gerne hätten. Außerdem bedeutet es einen höheren Aufwand, sich wirklich um Follower zu bemühen.

DeutschTweetors Twitter-Tipp 029

DeutschTweetors Twitter-Tipp 029

Die 2000er Grenze ist eine sinnvolle Einrichtung

Immer wieder höre ich Klagen. Warum gibt es diese Grenze? Warum gängelt Twitter seine Anwender? Es ist keine Gängelung, es ist einfach der Versuch Twitters, allzu eifrigen Follower-Sammlern eine kleine Hürde zu setzen. Das hat sich aus der Historie entwickelt. Als ich meinen ersten Twitter-Account anmeldete, gab es diese Grenze noch nicht.

Die 2000er Grenze ist der Versuch Twitters, Follower-Sammlern eine Grenze zu setzen. Klick um zu Tweeten

Wohl gab es aber Twitterer, die innerhalb kürzester Zeit bis zu 10.000 anderen Tweeps folgten. Twitter erkannte darin einen Missbrauch der Plattform. So war Twitter nicht gedacht. Daher hat Twitter entschieden, eine Grenze festzulegen. Twitter sollte keine Plattform für Werbespam werden. Eine weise Entscheidung, weil Twitter sonst möglicherweise schon den Bach runter wäre.

Wie kann die 2000er Grenze geknackt werden?

Im Grunde ist das ganz einfach. Da es für viele jedoch nicht sehr transparent erscheint, wie das mit dem Folgen und Zurückfolgen sowie das mit einem organischen Follower-Aufbau läuft, habe ich hier kurz die Punkte zusammengetragen, die zu beachten sind, um über diese Grenze locker hinweg zu kommen.

Es geht bei meinem Vorschlag auch in diesem Fall weder schnell noch nebenbei. Sie sollten sowieso den übereifrigen „Propheten“ keinen Glauben schenken, die Ihnen weismachen wollen, dass alles schnell und einfach geht.

Punkt 1: Nicht so vielen Tweeps auf einmal folgen

Das klingt für Einige vielleicht komisch, ist aber wörtlich so gemeint. Wer mit einem Schlag 400, 500 oder noch mehr Twitterern folgt, katapultiert damit sein „folge ich“ – „folgen mir“ Verhältnis auf 10 zu 1 oder anders gesagt auf 1000 zu 100. Sicherlich werden einige zurückfolgen. Aber wie sieht das für die Twitterer aus, die sich einen Account anschauen, bevor sie sich dazu entscheiden, auf den Follow-Button zu klicken? Wenn ich sehe, dass jemand 1999 Tweeps folgt, aber nur 300 bis unter 1000 Follower hat, bin ich gleich skeptisch.

Also Follower Schritt für Schritt aufbauen. Immer nur etwa 50 Twitterern mehr folgen als einem selbst folgen. Geben Sie den Leuten und vor allem auch sich selbst entsprechend Zeit. Zeit, um Kommunikation aufzubauen, Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen. Folgen und nach zwei Tagen wieder entfolgen sieht definitiv nach Spam aus. Es geht wirklich darum, festzustellen, ob man sich gegenseitig im Netzwerk haben möchte. Nach mehreren Versuchen, mit Favs und Retweets Aufmerksamkeit zu gewinnen, sowie einer gewissen Zeit, können Sie wieder entfolgen, wenn keine Gegenseitigkeit erreicht wurde.

Punkt 2: Sich vor dem Folgen einen Twitterer genau anschauen

Wenn ich mir mal zu Recherchezwecken einen Twitterer mit einem 10 zu 1 Missverhältnis anschaue, sehe ich recht schnell, woran es hakt. Oft haben solche Twitterer wahllos auf den Folge-Button gedrückt. Einige der Gefolgten sind seit langem inaktiv oder folgen ihrerseits nur wenigen.

Wer nur wenigen folgt hat sicherlich seine Gründe. Zum Aufbau eines interaktiven Netzwerkes taugen sie in der Regel nicht. Sie sind häufig weniger kommunikativ und reagieren meist nur auf die Reaktionen der Follower auf ihre Tweets. Es gibt hier aber auch Ausnahmen. Wieder andere nutzen Twitter ausschließlich als Sprachrohr und interagieren mit niemandem.

Sehen Sie sich an, wann zuletzt getwittert wurde. Sehen Sie sich an, was der- oder diejenige twittert, bevor Sie zurückfolgen. Hüten Sie sich vor Beliebigkeit.

Punkt 3: Gute Inhalte twittern und in Kommunikation mit den Gefolgten treten

Vielleicht der wichtigste Punkt. Wer Follower gewinnen will, muss gegenüber seinen Mittwitterern umgänglich und aufgeschlossen sein. Es hilft auch ungemein, sich höflich und freundlich zu zeigen. Dann sollten Sie noch darauf achten, interessante Tweets abzusetzen. Ihre potenziellen und Ihre aktiven Follower wollen Informationen bekommen und/oder unterhalten werden, beziehungsweise sich aktiv mit Ihnen unterhalten.

Sie wollen sich zuvorkommend behandelt sehen. Zeigen Sie sich also von Ihrer besten Seite und twittern Sie über Themen, über die Sie bestens Bescheid wissen und damit Ihren (potenziellen) Followern einen Mehrwert liefern können. Schreiben Sie über das, was Ihnen gefällt. Ablästern mag manchmal cool (und befreiend) wirken, wird Ihre Reputation jedoch kaum steigern.

Punkt 4: Denen entfolgen, die nicht zurückfolgen

Das hören viele nicht gerne. Ich bin aber der Ansicht, dass es nur sehr, sehr wenige Twitterer gibt, bei denen die Tweets so gut sind, dass es sich allein deswegen lohnt, ihnen zu folgen, ohne dass sie zurückfolgen. Jeder sollte das jedoch selber entscheiden. Wer mir nicht zurückfolgt, zeigt mir, dass er kein Interesse an einem Austausch mit mir hat. Sich für Retweets zu bedanken, sehe ich als Höflichkeit, nicht als werthaltige Interaktion.

Also darauf achten, dass die Gegenseite auch an den eigenen Inhalten interessiert ist. Regelmäßig denen entfolgen, die nicht zurückfolgen, wie auch denen, die nicht mehr aktiv sind. Aber unbedingt einen angemessenen Zeitraum zwischen Folgen und Entfolgen verstreichen lassen. Und vor allem regelmäßig aufräumen. Ich denke, wenigstens alle zwei Wochen sollte jeder, der über die 2000er Grenze will, seinen Account „aufräumen“.

Zusammenfassung

Geben Sie sich die Zeit, um locker über die 2000er Grenze zu kommen! Klick um zu Tweeten

Lassen Sie den Abstand zwischen den von Ihnen Gefolgten und Ihren Followern so gering wie möglich. Folgen Sie immer nur wenigen mehr als Ihnen folgen. Vor allem folge nur aktiven Twitterern, die auch etwas anzubieten haben. Dabei meine ich nicht die Tweeps, die ihre immer ähnlichen Werbetweets nur so um sich zwitschern. Lass Sie sich Zeit. Gestalten Sie Ihren Twitter-Auftritt nachhaltig. Die Anzahl der Follower steigt irgendwann von alleine. Wenn Sie die 4 Punkte einhalten, werden Sie gar nicht merken, dass Twitter eine Grenze eingebaut hat.

Quellen (eventuell auf Englisch) und weiterführende Artikel

 


DeutschTweetor bei Facebook und Google+

Ich freue mich übrigens, wenn du bei meiner Facebook-Seite und/oder bei meiner Google+ Seite vorbeischaust … und natürlich auch über ein “gefällt mir” beziehungsweise “Einkreisen”, sollten dir meine Bemühungen gefallen :-) Das sähe ich als Bestätigung, um weiter zu machen. Danke!
Bei Google+ habe ich auch noch eine Community DeutschTweetor gestartet. Dort findest du viele Tipps und Tricks, zu denen du gerne Fragen stellen kannst. Ich freue mich auf Dich!
Hier kannst du mir auf Twitter folgen: @DeutschTweetor

Heiner
Vernetzen

Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
Heiner
Vernetzen

Kommentare

Locker über die 2000er Grenze kommen – #DTTipp 029 — 1 Kommentar

  1. Pingback: TWITTER: Mit der 2000er Grenze will Twitter Mißbrauch vorbeugen | ZIELBAR

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.