Follower gewinnen: Folgen und Zurückfolgen oder organisch? – #DTTipp 026

Eine der wichtigsten Fragen bei Twitter, zu der es sehr viele verschiedene Antworten gibt. Die allermeisten bewegen sich zwischen den beiden Hauptalternativen: Wahllos folgen und denjenigen zurückfolgen, die einem folgen oder nur denjenigen zu folgen, deren Tweets für einen selbst relevant sind, und die einen wirklich interessieren. Die erste zielt darauf ab, sich ein (wie auch immer geartetes) Netzwerk aufzubauen. Dabei entspricht Folgen – Zurückfolgen in etwa der Freundschaft bei Facebook. Die zweite Alternative hat für mich einen Hauch von „Old-School“. Nur denjenigen zu folgen, die relevanten beziehungsweise interessanten Content twittern, ist wie Zeitungen oder Zeitschriften abonnieren. Zumindest bei denen, die argumentieren, das gegenseitige Folgen sei keine Option beziehungsweise falsch.

Folgen und Zurückfolgen

DeutschTweetors Twitter-Tipp 026

Bisweilen stehen sich die jeweiligen Fraktionen unversöhnlich gegenüber. Während die einen darauf beharren, dass es einer großen Reichweite bedarf, um erfolgreich zu sein, kontern die anderen, es wäre keine nachhaltige Reichweite, wenn die Follower nicht organisch worden wären. Wie immer ist eine Schwarz-Weiß Betrachtungsweise wenig hilfreich, so auch in diesem Fall. Die Wahrheit liegt bekanntermaßen irgendwo in der Mitte und zu guter letzt natürlich im Auge des Betrachters. Ich denke daher, es ist hilfreich, sich einmal genauer anzusehen, wie ein solider Stamm an Followern auf Twitter gewonnen werden kann.

Organischer Followeraufbau

Eine Strategie, von der oft geredet wird, ist der organische Followeraufbau. Das heißt in der Regel, wertvollen Content auf Twitter verbreiten und abwarten, bis interessierte Twitterer einem folgen. Zurückfolgen scheint bei den Vertretern dieser Strategie oft nebensächlich. Zumindest habe ich das häufig gelesen. Wer also wertvolle Tweets mit den passenden Hashtags gespickt unter das Twittervolk streut, dem wird früher oder später gefolgt. Meiner Erfahrung nach später, weil gerade Anfänger sich mit einer solchen Strategie sehr schwer tun.

Als langfristige Strategie halte ich es für sinnvoll, so zu verfahren. Ich glaube jedoch, vor allem für Twitter-Newbies ist es schwer, bei dieser Vorgehensweise Twitter in einer angemessenen Zeitspanne zu erlernen, . Viele werden sich schnell wieder von Twitter abwenden, wenn sich nach ein paar Monaten kein Erfolg eingestellt hat. Bei den vielen inaktiven Twitterern befinden sich eine Menge, die einmal angefangen haben, es dann jedoch nach einer kurzen Zeit wieder aufgegeben haben.

Follower gewinnen durch Folgen und Zurückfolgen

Folgen und Zurückfolgen wird im allgemeinen meist damit gleichgesetzt, dass grundsätzlich zurückgefolgt wird, ohne sich den Tweep vorher genauer anzusehen. Gegenseitiges Folgen wird als „Muss“ hingestellt. In den Anfangszeiten von Twitter war das wohl sehr weit verbreitet. Inzwischen halte ich es für überholt. Warum sollte ich mir nicht aussuchen wollen, wem ich zurückfolge?

Ähnlich steht es um das initiale Folgen. Follower über Folgen und Zurückfolgen zu gewinnen, verbinden viele oft auch damit, einfach unbeshen jedem zu folgen, der einem über den Weg „läuft“. Ob das nun Spammer, Selbstdarsteller oder Reichtum-Versprecher sind, ob sie in Englisch, Französisch oder einer nicht entzifferbaren Sprache twittern, das alles spiele keine Rolle. „Die wollen doch nur Follower sammeln und mit der hohen Zahl angeben.“

Gute und schlechte Vorgehensweisen

So vorzugehen, kann ich keineswegs empfehlen. Es geht darum, sich Leute auszusuchen, deren Tweets beziehungsweise deren Verhalten auf Twitter einem gefallen. Wer Twitter als erweitertes virtuelles Netzwerk begreift, wird entsprechende Tweeps finden und ihnen folgen. Ein paar davon werden zurückfolgen. Den anderen solltest du Zeit geben, damit sie auf deine Tweets aufmerksam werden können. Vergiss nicht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Es sollte in jedem Fall mehr als eine Woche sein, am besten drei bis vier. Da bleibt dir auch genügend Zeit, sie zu retweeten oder auf ihre Tweets zu antworten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wer dir dann trotzdem nach vier Wochen noch nicht folgt, den kannst du getrost wieder entfolgen. Vermutlich interessieren ihn weder deine Tweets noch deine Person. Brauchst du so jemanden für dein Netzwerk? Sollte er jedoch wirklich bemerkenswerte Inhalte liefern, kannst du ihn trotzdem entfolgen und ihn dafür auf eine entsprechende Liste setzen. Vielleicht ergibt sich ja später doch noch etwas.

Organischer Followeraufbau und maßvolles Folgen und Zurückfolgen

Was spricht denn dagegen, seine „Gefolgschaft“ auf Twitter mittels maßvollem und gezieltem „Folgen und Zurückfolgen“ und gleichzeitig über Interaktionen und gehaltvolle Tweets aufzubauen? Beide Methoden integriert anzuwenden und dabei ein gesundes Augenmaß zu behalten, ist aus meiner Sicht ein wirklich gutes Mittel Follower zu gewinnen. Und es funktioniert.

Für sehr wichtig halte ich in diesem Zusammenhang noch einmal den Hinweis, dass es keineswegs notwendig ist, jedem Follower zurückzufolgen. Schau sie dir genau an und entscheide dann, wem du folgen willst. Achte darauf, dass sie oder er außer Informationen zu twittern auch mal retweetet und mit anderen Twittern interagiert. Das sollte natürlich alles in einem gesunden Maß stattfinden. Das Maß bestimmst du selbst. Entwickle ein Gespür dafür, was für dich richtig ist.

Fazit

Ich empfehle dir, es mit einer gut durchdachten Mischung aus beiden Strategien zu versuchen. Nebenbei wirst du die einzelnen Typen besser zu unterscheiden lernen. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für die Leute, mit denen du dich austauschen kannst. Lass jedoch auch die in deinem Netzwerk, die noch nicht so versiert mit Twitter umgehen können. Vor allem wer aus geschäftlichen Gründen twittert sollte sich darüber bewusst sein, dass auch mit Leuten Geschäfte gemacht werden können, die sich in den Social Media (noch) etwas „ungelenk“ bewegen.

Quellen (eventuell auf Englisch) und weiterführende Artikel

Eine kleine Auswahl meiner eigenen Beiträge zu diesem Thema hier im Blog:

Weitere Artikel zum Thema. Die gelisteten Artikel geben keinesfalls meine eigenen Ansichten wieder. Ich habe sie gelistet, um einen kleinen Überblick zu geben. Sie dienten mir als Quellen. Allerdings habe ich nicht alle gelistet. Vielleicht wird das mal ein eigener Artikel …
Wer noch andere gute bzw. brauchbare Artikel kennt, darf sie mir gerne in einem Kommentar mitteilen.


DeutschTweetor bei Facebook und Google+

Ich freue mich übrigens, wenn du bei meiner Facebook-Seite und/oder bei meiner Google+ Seite vorbeischaust … und natürlich auch über ein “gefällt mir” beziehungsweise “Einkreisen”, sollten dir meine Bemühungen gefallen :-) Das sähe ich als Bestätigung, um weiter zu machen. Danke!
Bei Google+ habe ich auch noch eine Community DeutschTweetor gestartet. Dort findest du viele Tipps und Tricks, zu denen du gerne Fragen stellen kannst. Ich freue mich auf Dich!
Hier kannst du mir auf Twitter folgen: @DeutschTweetor

Es sollte jedem klar sein, dass ein Klick auf einen der unten stehenden Buttons diverse Informationen an die jeweiligen Betreiber der Portale weiterleitet.

Heiner
Vernetzen

Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
Heiner
Vernetzen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.