Eine kleine "Twitter-Redaktion" – #DTTipp 025

Es fällt vermutlich keinem von uns immer leicht, Tweets einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Und immer nur für und über die eigene Firma zu twittern, wird die Follower schnell langweilen. Wer kann sich schon so viele Neuigkeiten „aus den Finger saugen“. Und jeden Tag einen Blogbeitrag schreiben ist sehr aufwendig und kostet viel Zeit. Du kannst aber durchaus auf Beiträge anderer verweisen, um deine eigene Expertise besser unter Beweis zu stellen. Es geht darum, deinen Followern einen Mix aus unterschiedlichen Tweets mit interessantem Inhalt (neudeutsch Content) zu präsentieren. Dafür musst du entsprechende Artikel und anderes Material zu recherchieren. Ich empfehle, diese Recherchen so weit möglich zu automatisieren. Bau dir eine kleine „Twitter-Redaktion“ zusammen.
(Ein Twitter-Tipp für alle, die sich eine Reputation in ihrem Themen-Bereich aufbauen wollen)

#DTTipp 025

DeutschTweetors Twitter-Tipp 25

Die wichtigsten Hilfsmittel sind Google-Alerts und ein RSS-Reader, online oder als Programm auf dem PC. Newsletter zu abonnieren, geht natürlich auch. Die Auswertung kostet jedoch mehr Zeit. Was in meinen Augen ebenfalls dazu gehört, ist ein Twitter Management-Tool wie HootSuite, Buffer oder Tweetdeck. Das brauchst du, um deine Tweets zeitversetzt twittern zu können. Du willst doch sicher nicht die Timelines deiner Follower mit Tweets überschwemmen, oder?

Die Hilfsmittel kurz erklärt

Google-Alerts:
Finde ein paar Begriffe aus dem Umfeld deines Themas, deines Geschäfts oder deiner Dienstleistung. Ein Coach wird „Coaching“ und ein paar Fachbegriffe wählen, als DeutschTweetor mache ich es mir leicht und nehme „Twitter“ und Social Media“. Wichtig ist, dass diese Begriffe dir die Informationen liefern. Du darfst also ruhig etwas herumspielen.
Mögliche Einstellungen kannst du dem  Screenshot entnehmen (zum Vergrößern draufklicken):
GoogleAlert01
Ich empfehle, den RSS-Feed auszuwählen. Mail hat sich bei mir als wenig praktikabel erwiesen. Der Feed kann dann im RSS-Reader angezeigt werden.

RSS-Reader:
Hier bevorzuge ich die Desktop-Version und setze FeedReader ein. Das ist ein kostenloser Reader, der mir all das bietet, das ich brauche. Die Online-Variante wäre feedly. Auch damit lässt sich gut arbeiten. Möglicherweise werde ich einen Teil dorthin verlagern. Derzeit bin ich mit dem FeedReader jedoch erheblich schneller.

Newsletter-Abonnements:
Es gibt viele gute Newsletter von Zeitungen und Zeitschriften. Allerdings kostet das Durchgehen beziehungsweise die Abarbeitung von Newsletter-Mail erheblich mehr Zeit als das „Durchblättern“ der RSS-Feeds.

HootSuite:
Allen, die mit Twitter und anderen sozialen Netzwerken ernsthaft arbeiten und etwas erreichen wollen, empfehle ich HootSuite. Vor allem Geschäftsleuten kann ich empfehlen, sich die 10 Euro im Monat für HootSuite zu leisten. In meinen Augen ein fairer Preis bei der gebotenen Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten.
Hier geht es um die zeitliche Planung von Tweets. Das Besondere bei HootSuite ist die Möglichkeit, eine Reihe von Tweets über eine .CSV-Datei hochzuladen. So kann ich die in den Feeds gefundenen Informationen in Excel oder Google Spreadsheet zusammenstellen, als .CSV exportieren und in Hootsuite hochladen.

Buffer:
Buffer gibt es als kostenlose Version, die es erlaubt gleichzeitig bis zu 10 Tweets zu planen. Buffer arbeitet mit festen Zeitplänen, die du speziell nach deinen Anforderungen einrichten kannst. Die Bezahlversionen sind etwas mächtiger und ebenfalls empfehlenswert für ambitionierte Twitterer. Ich nutze Buffer sehr ausgiebig, weil ich über ein Applet sehr schnell und unkompliziert interessante Seiten twittern oder einplanen kann.

TweetDeck:
TweetDeck nutze ich um schneller Retweet-Möglichkeiten wahrnehmen zu können. Hier sammle ich auch die Tweeps, die mich retweetet haben. TweetDeck bietet hierfür die einfachsten Möglichkeiten. Es bietet sich auch deshalb an, weil es komplett kostenlos ist.
Das besondere Schmankerl bei TweetDeck ist die Möglichkeit, in einer eigenen konfigurierbaren Timeline inspirierende Tweets zu sammeln.

Tabellenkalkulation:
Damit stelle ich Tweets zusammen, um mich für Retweets, Favs und Mentions zu bedanken. Außerdem lassen sich so Tweets, die ich häufiger zu twittern gedenke, einfach sammeln. Zum Vorbereiten meiner Tweets für den kommenden Tag inzwischen unverzichtbar. Ich benutze sowohl Excel als auch die im Google Drive implementierte Tabellenkalkulation.
Die Google-Tabellenkalkulation nutze ich zusammen mit IFTTT (IF This Then That – ein wichtiges Werkzeug zur Erleichterung des Twitterns), um meine eigenen Tweets zu sammeln. Eine IFTTT-Regel schreibt meine Tweets in deine Datei auf dem Google-Drive. So kann ich den Überblick behalten.
IFTTT schreibt übrigens auf in die Dropbox, wem das lieber ist. Dort ist es allerdings eine einfache Textdatei.

Mit so einer kleinen „Twitter-Redaktion“ ausgerüstet, lässt sich der Twitter-Alltag leichter bewältigen. Ich kann wirklich empfehlen, sich die angesprochenen Tools näher anzusehen. Ich bin auch gerne bereit, weitere Hilfestellungen zu geben, so weit es meine Zeit erlaubt. Probiere ruhig etwas herum, es braucht Übung und etwas Gewöhnung, bis die optimalen Einsatzmöglichkeiten gefunden sind.

Quellen (eventuell auf Englisch) und weiterführende Artikel


DeutschTweetor bei Facebook und Google+

Ich freue mich übrigens, wenn du bei meiner Facebook-Seite und/oder bei meiner Google+ Seite vorbeischaust … und natürlich auch über ein “gefällt mir” beziehungsweise “Einkreisen”, sollten dir meine Bemühungen gefallen :-) Das sähe ich als Bestätigung, um weiter zu machen. Danke!
Bei Google+ habe ich auch noch eine Community DeutschTweetor gestartet. Dort findest du viele Tipps und Tricks, zu denen du gerne Fragen stellen kannst. Ich freue mich auf Dich!
Hier kannst du mir auf Twitter folgen: @DeutschTweetor

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Heiner
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Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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Über Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld – Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.


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