Der Unterschied zwischen @Antwort und @Erwähnung

Twittern kann doch jeder, das kann doch sogar meine Oma. Solche Sprüche und Hinweise darauf, dass Twitter so einfach sei, dass es dazu keiner Anleitung bedarf, kommen immer wieder bei mir an. Ich frage mich, warum dann immer noch so viel so oft falsch gemacht wird. Beispielsweise scheint bei vielen das mit dem Unterschied zwischen @Antwort und @Erwähnung noch nicht richtig ins Bewusstsein gedrungen zu sein.

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Aktualisierung:

Twitter wird in den nächsten Monaten in diesem Punkt eine Änderung einführen. Vermutlich wird im Juni oder Juli 2016 umgestellt. Sobald diese Umstellung vollständig ausgerollt sein wird, werde ich auch diesen Artikel überarbeiten. Bis dahin kann die neue Art, wie Twitter mit Antworten und Erwähnungen umgeht, hier nachgelesen werden: Kein Punkt mehr vor dem @ nötig (.@)

Original-Artikel:

Manchmal geht es, was das Erwähnen (@Twitterer) und Antworten (@Twitterer) betrifft, in Twitter scheinbar wild durcheinander und mir drängt sich der Eindruck auf, dass so mancher Twitterer den Unterschied zwischen @Antwort und @Erwähnung nicht kennt. Das trifft beileibe nicht nur auf Anfänger zu. Deshalb möchte ich hier kurz darauf eingehen, was der Unterschied ist, und wie Sie diese beiden Tweet-Arten einsetzen und für sich nutzen können.

Vermutlich kennt das jeder. Sobald Sie mit dem Mauszeiger über einen Tweet fahren, erscheinen in der Zeile neben dem Zeitpunkt, wann der Tweet gepostet wurde, folgende klickbare Links: Antwort – Retweeten – Favorisieren (siehe Screenshot).

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Klicken Sie jetzt auf Antwort, so erscheint ein Tweetfenster, in dem ganz links gleich zu Anfang @Twitterer steht, in diesem Fall @DeutschTweetor, gefolgt von einem Leerzeichen. Das ist die klassische Twitter-Antwort. Sie ist daran zu erkennen, dass als erstes – angeführt von einem @-Zeichen – der Twitterer steht, dem eine Antwort bzw. Nachricht gesendet werden soll. Eine Nachricht in dieser Art hat für Twitter bei der Auflistung einer Timeline Auswirkungen, die aus meiner Sicht wirklich beachtenswert sind.

Antworten sind „halb“ verborgen in der Timeline

So eine @Nachricht oder @Antwort wird nur in der Timeline des Adressierten und in den Timelines derer angezeigt, die sowohl dem Versender als auch dem Adressaten folgen. Alle anderen sehen eine solche Nachricht nicht in ihrer Timeline! Das ist sehr von Vorteil, weil solche Tweets oft gar nicht für die Allgemeinheit bestimmt sind. Damit können Sie also Ihren Followern einige Tweets ersparen, die sie womöglich auch gar nicht interessieren. Solche Tweets sehen allerdings alle, die das Profil eines Twitterers direkt besuchen.

Diverse Fehler

Einige Twitterer versuchen das Twittern zu vereinfachen, indem sie auf ihre eigenen Tweets antworten. Das geschieht häufig speziell dann, wenn die 140 Zeichen nicht ausgereicht haben, und daher ein weiterer Tweet notwendig wurde, um die Aussage in ihrer Gänze der Twitterwelt zu verkünden. Dann steht am Anfang des Tweets @MichSelbst. Wen wollen diese Twitterer erreichen? Ein solcher Tweet ist eventuell dann sinnvoll, wenn etwas nur an die eigenen Follower weitergegeben werden soll. Aber nur dann.

Auch dass #FollowFriday Empfehlungen mit @Twitterer beginnen, sehe ich sehr oft. Hier ist das natürlich vollkommen unangebracht, weil man ja einen guten Twitterer allen empfehlen möchte. So empfohlen sehen diese Folge-Empfehlung nur diejenigen, die sowieso schon folgen. Das ist sinnlos! Sie tun weder den Empfohlenen einen Gefallen, noch sich selbst. Sich selbst nicht, weil Sie von erfahrenen Twitterern als Greenhorn eingestuft werden.

Wer einen Empfehlungs-Tweet mit @Twitterer beginnt, scheint seine Follower wenig wertzuschätzen. Klick um zu Tweeten

Wer einen Empfehlungs-Tweet mit @Twitterer beginnt, scheint seine Follower wenig wertzuschätzen. Jedenfalls könnte das in eine oberflächliche Benutzung von Twitter nahelegen. Einen besseren Eindruck macht es allemal, wenn Sie Twitter richtig benutzen können.

Zwei Timelines: „Tweets“ und „Tweets & Antworten“

Übrigens sind auf einem Kurz-Profil Pop-Up diese Tweets auch nicht mehr zu sehen. Und auch bei einem direkten Profilbesuch werden solche Tweets ausgeblendet, solange man nicht auf „Tweets & Antworten“ geklickt hat. Ein Grund mehr, diesen Unterschied im eigenen Hinterstübchen zu behalten.

Kleiner #Twitter-Trick: Mit einem Zeichen (.',) davor machen Sie eine @Antwort zur einer @Erwähnung. Klick um zu Tweeten

Bevor ich auf die @Erwähnungen, eingehe noch kurz ein paar Bemerkungen. Man kann diese „kleine Privatsphäre“ umgehen, indem man vor @Twitterer einen Punkt oder ein Anführungszeichen setzt. Ich empfehle, das nur sehr überlegt einzusetzen. Keiner von uns will ja die Timeline seiner Follower mit Nachrichten überschwemmen, die sie weder etwas angehen noch interessieren sollten. Das passiert ja leider eh schon zu häufig.

Empfehlen und sich unterhalten per @Erwähnung

Jetzt kommen wir zu der Erwähnung @Twitterer. Wie oben schon angedeutet wird eine @Nachricht zu einer @Erwähnung, sobald der Tweet nicht mehr mit dem @Twitterer beginnt, sondern sich der @Twitterer irgendwo im Tweet befindet. Diese Erwähnungen sind in den Timelines von ausnahmslos jedem Follower sichtbar. Daher sollten „halböffentliche Privatgespräche“ immer mit dem Angesprochenen (@Twitterer) beginnen.

Eine typische Erwähnung ist beispielsweise die #FollowFriday Empfehlung. Die sollte idealerweise mit #FF, #ff oder #followfriday beginnen, wobei Groß- und Kleinschreibung egal sein sollten. Danach dann der empfohlene Twitterer (@Empfehlung). Damit tut man all seinen Followern kund, dass man den erwähnten Twitterer für gut befindet und seinen Follower empfiehlt, diesem ebenfalls zu folgen.

Eine #FollowFriday Empfehlung beginnt idealerweise mit #FF Klick um zu Tweeten

Fazit

Das war’s eigentlich schon. Ein Tweet, der mit @Twitterer beginnt ist ein @Antwort-Tweet, und ein Tweet, in dem irgendwo im Text @Twitterer steht ist ein @Erwähnen-Tweet (Mention). Wer beachtet, wie @Antwort und @Erwähnung am günstigsten eingesetzt werden, zeigt seiner Timeline, dass er einerseits unterscheiden kann zwischen Smalltalk und allgemein Erwähnenswertem. Andererseits zeigt er, wie sehr er bewusst seinen Followern unnütze Tweets zu ersparen bemüht ist. Eine solche Wertschätzung lässt Ihre Reputation auf Twitter sicherlich steigen.

Vielleicht habt ihr ja noch etwas anzumerken. Wäre schön, wenn ihr in einem solchen Fall einen Kommentar hinterlassen würdet 🙂

 


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Heiner
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Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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Kommentare

Der Unterschied zwischen @Antwort und @Erwähnung — 10 Kommentare

    • Hallo Ralph,

      Danke vielmals 🙂

      Der Artikel stammt ursprünglich aus dem Jahr 2011. Ich habe ihn überarbeitet, weil mir aufgefallen war, wo er noch zu unverständlich war. Auch stilistisch habe ich ihn verbessert.

      Er ist immer noch aktuell. Auch gestern wieder einige Tweets, denen ich angesehen habe, dass der Autor / die Autorin sich wenig Gedanken gemacht hat. So nach dem Motto, schnell mal was tweeten.

      Eine angenehme Woche für Dich

      Schöne Grüße
      Heiner

      • „Er ist immer noch aktuell. Auch gestern wieder einige Tweets, denen ich angesehen habe, dass der Autor / die Autorin sich wenig Gedanken gemacht hat. So nach dem Motto, schnell mal was tweeten.“

        … oder sie machen dies ganz bewusst.

        Schönen Abend für Dich

        Ralph

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