Aus dem Twitterland – Twitter in KW 3, 2015

Die 3. Woche 2015 brachte – was Twitter anbelangt – nichts wirklich Neues. Twitter probiert weiter herum, wie und auf welche Art am besten mit Werbung etwas verdient werden kann. Dann hat ein Tweet einer Schülerin eine große Diskussion um Lerninhalte und Bildungsauftrag der Schule ausgelöst. Eine Nebenwirkung davon war, dass ein paar ewige Pöbler ihren Frust mit beleidigenden Tweets an der Schülerin ausgelassen haben.

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Nicht für das Leben sondern für die Schule …

Eine 17 Jahre alte Schülern stellte auf Twitter fest, dass sie zwar Gedichte in 4 Sprachen zu interpretieren gelernt hat, sie jedoch keine Ahnung von Anforderungen des täglichen Lebens habe, etwa Steuern, Miete oder Versicherungen. Inzwischen haben fast alle darüber berichtet. Bemerkenswert an dieser Sache finde ich zwei Aspekte.

Zum einen ist dies ein weiteres Beispiel dafür, was mit Twitter erreicht werden kann. Auch wenn Twitter von großen Teilen der deutschen Internet-Nutzer noch nicht verstanden wird, wird es für gesellschaftspolitische Diskussionen immer wichtiger. Es ist ein Medium, wo unmittelbar reagiert werden kann. So kann jeder ganz konkret und persönlich Stellung nehmen zu wichtigen Themen.

Einfach mal den Frust rauslassen …

Der zweite Aspekt ist leider weniger erfreulich: Auf die Schülerin prasselten so viele beleidigende und verleumderische Tweets ein, dass sie vorerst zeitweilig das Twittern eingestellt hat. Hier frage ich mich, ob das nicht auch etwas mit dem zu tun hat, was und wie wir in der Schule lernen.

Vielleicht sollte darüber nachgedacht werden, ob Sozialverhalten nicht auch in der Schule gelehrt werden sollte. Offensichtlich konnten viele Eltern ihren Sprösslingen nicht beibringen, wie ein vernünftiges Miteinander aussehen sollte. Wer es nicht gelernt hat, kann es auch nicht an seine Kinder weitergeben.

[bctt tweet=“Cybermobbing: Wie gefrustet muss jemand sein, der Menschen beleidigt, die er gar nicht kennt?“]

Die fehlende Zurückhaltung kann nicht nur an den Online-Medien liegen, beziehungsweise daran, dass sich viele in der Anonymität wähnen. Wie kann es um einen Menschen bestellt sein, der in den Augen seiner Nachbarn ein unscheinbares normales Leben führt und immer freundlich ist, der gleichzeitig jedoch zu einem Galle kotzenden Giftzwerg mutiert, sobald er mit seinem Computer online geht?

Ein Erfahrungsbericht
Cybermobbing: An die Frau, die mir wünscht, dass ich vergewaltigt werde

Interessantes und Hilfreiches zu Twitter

Im Laufe der Woche bin ich auf die folgenden Artikel gestoßen, die ich für interessant und hilfreich erachte für den täglichen Umgang mit Twitter.

  • Ein perfekter Tweet auf Twitter und warum ich davon nix halte
    Ralph Scholze thematisiert in seinem Blog, ob Regeln für einen perfekten Tweet sinnvoll sind oder nicht. Wenn ich in meiner Timeline nachschaue, finde ich sehr viele normale oder gar lausige Tweets. Vielleicht auch ein paar (nahezu) perfekte. Ob ein technisch perfekter Tweet mit „allen Schikanen“ mehr Resonanz hervorruft, ist schwer zu sagen. Es kommt sicherlich auch auf den Inhalt an. Lesenswert!
[bctt tweet=“Gibt es perfekte Inhalte für Tweets? Wenn ja, würden dann nicht alle dasselbe twittern?“]
  • Twitter-Hashtags – wer die Regeln beherrscht, ist weit vorne!
    Ich staune oft, wie viel falsch gemacht werden kann und wie viele Twitterer sich kaum darum scheren, ob das, was sie tun, auch das richtige Ergebnis erzielt. „Twitter ist ja so einfach, das kann sogar meine Oma“, hat mir letztens jemand getwittert. Ja, zumindest für jemand, der einfach so und ohne konkretes Ziel twittert.
    Ein lesenswerter Artikel, der Ihnen vielleicht ein paar neue Aspekte zum Thema #Hashtag liefern könnte.
    [bctt tweet=“Twitter-Hashtags – wer die Regeln beherrscht, ist weit vorne!“]
  • Warum das Twittern über die Armada von Ludern und die anderen Dschungelcamp-Insassen so viel Spaß macht
    Jeder kennt inzwischen das allsonntägliche Gezwitscher über den neuesten Tatort. Es wird jedoch auch gern über diverse Trash-TV-Shows (Dschungelcamp, Superstar etc.) gezwitschert, was das Zeug hält. Kommt da etwa erst durch das Twittern der Spaß auf? Lesenswert!
  • Inaktive Twitter-Accounts entfolgen
    Ich räume regelmäßig meinen Account auf und entfolge inaktive Twitterer. Warum sollte ich jemandem folgen, der auf Twitter verstummt ist und nichts mehr von sich gibt. Solche Twitterer werden von diversen Tools als Fakes angesehen. Der Artikel stellt ein Tool vor, mit denen Sie inaktiven Accounts entfolgen können.
    [bctt tweet=“Inaktive Twitter-Accounts entfolgen“]
    Siehe auch meinen Twitter-Tipp: Inaktive Twitterer entfolgen.

 

Das Leben im Twitterland – ausgewählte Tweets

Diese Rubrik entfällt ab sofort. Ich bin am Überlegen, ob ich das an anderer Stelle weiterführen möchte. Auf jeden Fall, wird es nicht mehr Bestandteil meiner „Aus dem Twitterland“-Beiträge sein.

 


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Heiner
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Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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