Analyse: Twitter effektiver als Facebook?

Ein interessanter Artikel, den ich als Twitter-Fan sehr gerne empfehle. Das österreichische Männermagazin DER NEUE MANN hat auf Facebook eine Firmenseite erstellt und auf Twitter einen Account für die Zeitschrift. Danach haben sie um die Gust der Follower beziehungsweise der Fans gebuhlt. Das Ergebnis ist für mich nicht ganz überraschend, da ich selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Allerdings hatte ich bislang nicht den Drang, es zu analysieren.

Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse

Twitter ist recht schnell gewachsen, während die Facebook-Seite trotz höheren Aufwands sich nur schleppend entwickelte. Sogar Werbung schalten half da wenig. Facebook blieb hinter den Erwartungen zurück. Twitter hingegen entwickelte sich prächtig. Es wurde sehr schnell retweetet und kommentiert, und dadurch entstand letztlich eine virale Verbreitung.

Die Untersuchung bezieht sich auf einen Zeitraum von 4 Monaten und konzentriert sich auf die Homepage des Magazins. Etwa 26% der Besucher, also ein Viertel, kamen über Social Media. Twitter lag dabei klar vor Facebook. Rechnet man den zeitlichen Aufwand dagegen, ist Facebook noch viel klarer im Hintertreffen. Angesichts der großen Diskussion um den Kurs der Twitter-Aktie im Vergleich zu Facebook wird klar, wie stark hier auf die absoluten Zahlen geachtet wird. Entwicklung und Potential spielen leider kaum eine Rolle.

Chancen von Twitter im deutschsprachigen Raum

So langsam sollte auch im deutschsprachigen Raum klar sein, dass Twitter im Social Media Marketing Mix ein kaum zu vernachlässigender Faktor ist. Sicher ist die Analyse von DER NEUE MANN nicht allgemeingültig. Andererseits gibt es einem schon zu denken, dass auch mit bezahlter Werbung auf Facebook weniger zu erreichen ist, als bei Twitter ohne. Vielleicht auch das ein Indiz für die Börsenschwäche von Twitter.

Twitter ist ein mächtiges Werkzeug im Social Media Bereich. Die derzeit aufkommende Flut an Neuerungen bei Twitter lässt hoffen, dass es langsam richtig aufwärts geht mit Twitter im deutschsprachigen Raum. Übrigens zeigt das Beispiel des Männermagazins recht gut, dass mit der richtigen Strategie und den richtigen Techniken bei Twitter viel erreicht werden kann.

Wer mehr Details erfahren möchte – hier geht es zum Original-Artikel:

Twitter: Die neue Übermacht in den Social Media

 


DeutschTweetor bei Facebook und Google+

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Heiner
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Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld - Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.
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Über Heiner

Heiner Tenz, im Hauptberuf Berater für SAP, ist seit 10 Jahren aktiv in den Social Media unterwegs. Sein Fokus liegt hauptsächlich im Bereich Netzwerken auf Augenhöhe und Einsatz von Social Media im industriellen Umfeld – Thema: Unternehmensweite effiziente Zusammenarbeit.


Kommentare

Analyse: Twitter effektiver als Facebook? — 3 Kommentare

  1. Ich halte es auch für sinnvoll, abzuwägen, welche Thematik der eigene Account enthält. Es ist sicher durchaus praktisch, in jedem Fall beides zu verwenden – einige Themen werden auf FB generell nicht so erfolgreich laufen, andere wieder auf Twitter. Ich halte es demnach für sinnvoll, hauptsächlich die Social Community zu bedienen, die den eigenen Bereich am besten abdeckt.

    Ich selbst bin im kreativen Bereich tätig und habe daher selbstverständlich darauf mein Augenmerk. Bereiche wie Fotografie, Bildmanipulation oder semirealistische Malerei sind auf FB sehr erfolgreich und führen schnell zu Bekanntheit, während Design eher nebenher betrachtet und selten kommentiert wird und Illustration für bereits bekanntere Services zu vielen Fans führt, während die Interaktion in diesen Feldern allerdings größtenteils ausbleibt (s. Illustrationfriday: Fans im 5-stelligen Betrag, Likes pro Post bleiben bei zwischen 20 und 500, Kommentare sind sehr selten) und neue Seiten sehr, sehr schwer zu kämpfen haben.

    Ich habe das mal selbst getestet, nachdem meine Illustrationsseite sich nur schleppend entwickelt und ein paar Foto Composings hochgeladen, die sofort zu Likes und Kommentaren führten. Hier wären Services wie Dribbble, Dropr und Behance angebrachter und passender. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Fall bei anderen Firmen in Bezug auf Twitter/FB ähnlich aussieht. Dazu muss man sich mit dem Klientel beschäftigen – Menschen, die überwiegend und aktiv FB nutzen, sind selten dieselben User, die sich hauptsächlich auf Twitter tummeln – Tumblr wiederum nutzen wieder Menschen mit anderen Vorlieben und Persönlichkeiten, genauso Artrift, Diaspora uuund so weiter. Statt die Aktivität anhand einer einzelnen Firma zu analysieren, wäre es evtl. effektiver, mehrere verschiedene Themen zu testen und die Benutzergruppen zu analysieren. Danke für den Artikel – ich fand ihn sehr interessant!

    • Herzlichen Dank für den ausführlichen Kommentar und ein paar neue Aspekte! Die einzelne Firma hatte sich selber analysiert und ich finde Erfahrungsberichte in dieser Hinsicht immer spannend.

      Natürlich ist in jedem Fall genau zu überlegen, in welchem Netzwerk ich am besten meine Zielgruppe erreiche. Nachdem ich selbst Twitter bevorzuge, fand ich den Artikel, auf den ich mich wiederum bezogen habe, sehr passend. Es gibt zu viele – gerade auch auf Twitter -, die „herumposaunen“, man müsse nur eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Account anlegen, etwas Werbung posten und schon werde man reich. Wer mit Social Media etwas erreichen will, muss sich eingehend damit beschäftigen, seine Zielgruppe genau analysieren und sich viel Gedanken darüber machen, wie er oder sie seine Zielgruppe am erfolgversprechendsten anspricht.

      Ein weiterer Aspekt meinerseits ist, dass Facebook kleinere Unternehmen auch dann zu benachteiligen scheint, wenn diese ihre Werbung bei Facebook bezahlen. Leider dreht Facebook ständig an seinen Algorithmen. Da Facebook – ebenso wie Twitter – die Leute „einsammeln“ und auf die eigene Homepage, den eigenen Blog führen soll, wird das Marketing mit Facebook immer schwieriger für kleine Budgets. Die Sichtbarkeit wird immer mehr von bezahlter Werbung abhängig gemacht. Deswegen ist es wichtig, die Szenerie genau zu beobachten und die unterschiedlichen Möglichkeiten im Auge zu behalten. Hinzu kommt, dass Likes, Favs, Retweets nur bedingt etwas über die Conversion aussagen. Absolute Zahlen haben in den Social Media noch nie sehr viel über Erfolg oder Einfluss ausgesagt.

  2. Hallo in die Runde,

    ich habe mich sehr lange Zeit vor allem auf Facebook und Xing konzentriert. Dort habe ich viele interessante Kontakte geknüpft, besonders interessant für mich waren jeweils die Themen-Gruppen, denn wie stark man wahrgenommen wird, ist natürlich auch sehr abhängig davon, wie gut man die eigene Zielgruppe erreicht und erreichen kann.
    Das passt gut zu dem Argument von Alexa, dass es auch auf die Thematik ankommt.
    Ich selbst bin freiberufliche (Wissensschafts)Journalistin und Autorin und als Freiberufler komme ich ohne die Netzwerke schon gar nicht mehr aus.
    Da ist die Autorenfanpage von Twitter ein schönes Angebot, weil man sich dort auch mit seinen Werken und Co. präsentieren kann.
    Und eines habe ich allerdings auch sehr deutlich feststellen können: Das Ergebnis hängt noch viel stärker vom eigenen Engagement ab als ich gedacht hatte. Man kann nur viel erreichen, wenn man viel investiert. Was natürlich für alle Netzwerke gilt.
    Aber manche Netzwerke machen es einem leichter und andere nicht. Das kann ich tatsächlich auch so unterstreichen.
    Xing hat es mir im Laufe der Zeit immer schwerer gemacht, dort fühle ich mich gar nicht mehr wohl / zu Hause und wenn ich nicht interessante Kontakte dort hätte, hätte ich mich längst abgemeldet. Und so habe ich mich für weitere Netzwerke geöffnet, was im Nachhinein als das richtig Gute daran war, denn so habe ich Twitter, Google+ und andere kennengelernt.

    Und kann genau diese Erfahrung bestätigen: Twitter hat mir in viel kürzerer Zeit viel mehr Nutzen gebracht, als Xing und Facebook die Zeit davor zusammen.
    Allein die Kürze der Posts, ermöglicht es mir, in der gleichen Zeit auf Twitter viel mehr Kontakte zu pflegen als in den anderen Netzwerken.
    Wer den richtigen Leuten folgt, kommt unglaublich schnell an viel wichtige Informationen. Twitter ist für mich inzwischen auch eine unetbehrliche Quelle für Infos und Rcherchen geworden. Mit der Hilfe von TweetDeck lässt sich das Ganze auch wunderbar kanalisieren.

    Allein, dass Twitter dafür gedacht ist, zu retweeten, macht es so effektiv. Denn bis auf Facebook mal was geteilt wird, muss man schon viel gepostet haben.
    Auf Facebook kann ich mich natürlich anders austauschen als auf Twitter. So wie hier interesante Diskussionen führen, das wollte ich auch nicht missen. Und wer dort klug argumentiert, kann auch viel für sein Image tun. Nur ist das natürlich sehr zeitintensiv.

    Werbung für die eigene Sache ist aber mE auf Facebook eine zweischneidige und heikle Angelegenheit. Und das kann ich sogar an mir selbst am besten beobachten. Ich nehme Eigenwerbung auf Facebook anders wahr als auf Twitter. Wenn jemand auf Facebook sein neues Buch vorstellt, dann bin ich durchaus neugierig, wenn ich die Person gut kenne, freue mich auch mit ihr und kommentiere das. Mit Teilen halte ich mich aber eher zurück. Auf Facebook wird vor allem kommentiert, weniger geteilt. Mein Eindruck. Und so wächst man da auch rein und da alles Geteilte dann auch groß in der eigenen Chronik erscheint, passt man besonders auf, was es ist.
    Auf Facebook bin ich auch viel schneller genervt, wenn ich ein und dasselbe Buch in allen Gruppen mehrmals am Tag und das dann auch noch mehrere Tage hintereinander finde. Denn das erscheint auf Facebook wesentlich aufdringlicher als auf Twitter, wo man auch dann noch retweetet wird, wenn man regelmäßig auf seine eigene Arbeit hinweist. Also ich bin auf Twitter da auch wesentlich großzügiger und auf Verbreiten eingestellt.
    Klar, in keinem Netzwerk mag man es, wenn jemand nur um sich selbst kreist. Aber da die Twitter-Mitteilungen so kurz sind, ist man auch schnell drübergehuscht über das, was man nicht lesen möchte und das was man finden möchte, wird dadurch nicht so zugedeckt.
    Viele Gruppen auf Facebook weisen inzwischen extra darauf hin, dass Eigenwerbung entweder gar nicht gewünscht ist, oder ein Buchvorstellung eben einmalig aber nicht mehrfach erflgen soll. Dafür gibt es dann eigene Gruppen. Doch da wird man natürlich dann mit neuen Büchern so zugeschüttet, dass man natürlich auch nicht so leicht wahrgenommen wird.

    Aber Twitter bietet eben doch auch diese persönliche Möglichkeit, des Austauschs. Da reichen manchmal kleine Kommentare und in ein persönliches Gespräch zu kommen und – interessanterweise – dann die Unterhaltung auf Facebook zu verlegen, weil man dort eben besser chatten und plaudern kann.

    Wer Twitter habe ich in einem halben Jahr nicht nur mehr als doppelt so viel „Verfolger“ gesammelt als auf Facebook in mehr als zwei Jahren, sondern auch jede Menge Unterstützer, die sowohl viele Besucher auf meine Seite gebracht haben als auch eine Vielzahl an anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit, (wechselseitige Buchvorstellung, Interviews, Gastartikel, kleine Aufträge u.a.m).

    Auch bei Twitter kommt das natürlich nicht einfach von selbst. Auch dort muss man investieren und vor allem nicht nur nehmen wollen. Und Twitter ersetzt nicht die anderen Netzwerke.
    Aber ohne Twitter fehlt den anderen Netzwerken der Turboeffekt.

    Viele Grüße

    Rosemarie
    http://www.rosemarie-benke-bursian.de

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